Forschungsergebnisse der Oregon State University zeigen, dass gesund erscheinende Korallen anfälliger für Erkrankungen sind, wenn sie zu viele parasitäre Bakterien beherbergen.
Eine komplexe Zusammensetzung aus Dinoflagellaten, Viren, Pilzen, Bakterien und Archaeen bildet das Mikrobiom der Korallen. Veränderungen in der Zusammensetzung des Mikrobioms stehen im Zusammenhang mit Veränderungen der Korallengesundheit.
2019 entdeckten Wissenschaftler eine neue Gattung parasitärer Bakterien, die gedeihen, wenn Riffe mit Nährstoffen verschmutzt werden, den Korallen Energie entziehen und sie anfälliger für Krankheiten machen.
Die Bakterien gehören zur Ordnung der Rickettsiales und die neue Gattung wird hauptsächlich mit Wasserorganismen in Verbindung gebracht. Die Rickettsiales, umgangssprachlich Rickettsien genannt, sind eine Ordnung kleiner Alphaproteobakterien. Wissenschaftler nannten die Gattung Candidatus Aquarickettsia und die mit Korallen assoziierte Art in der Studie von 2019, Candidatus A. rohweri, war die erste der neuen Gattung, deren Genom vollständig sequenziert wurde. Es wurde festgestellt, dass krankheitsresistente Korallen eine viel gleichmäßigere Mischung vieler Bakterienarten beherbergen. Darüber hinaus erodierte die Dominanz von Ca. Aquarickettsia im Mikrobiom, als die Korallen unter Hitzestress durch einen wärmer werdenden Ozean litten.
Mehr Informationen: Grace Klinges et al, Parasitic ‚ Candidatus Aquarickettsia rohweri‘ is a marker of disease susceptibility in Acropora cervicornis but is lost during thermal stress, Environmental Microbiology (2020). DOI: 10.1111/1462-2920.15245

