Lösungen einer definierten Massenkonzentration lassen sich relativ einfach durch Einwiegen des zu lösenden Stoffes in ein präzises Volumenmessgefäß und Auffüllen mit dem Lösemittel herstellen. Erfahrungsgemäß bereitet jedoch das Herstellen von Lösungen definierter Konzentration durch Mischen zweier Lösungen Schwierigkeiten. Das Mischungskreuz ist hierfür eine anschauliche Methode, um die Verhältnisse zweier Komponenten für eine Mischung zu berechnen. In der Chemie wird es verwendet, um Konzentrationen und Mengenverhältnisse in Flüssigkeiten oder Mischungen aus festen Komponenten zu errechnen.
Auf der linken Seite des Mischungskreuzes in Abbildung 1 werden die bekannten Ausgangskonzentrationen der Flüssigkeiten angegeben. An dem Kreuzungspunkt schreibt man die gewünschte Zielkonzentration der Mischung. Man erhält die für die gewünschte Mischung nötigen Anteile der Ausgangslösungen, in dem man entlang der Diagonale in Pfeilrichtung jeweils die Differenz zwischen Ausgangsgehalt und gewünschtem Gehalt bildet. Auf der rechten Seite des Mischungskreuzes erhält man dann als Ergebnis die Anteile der Lösungen, mit denen man die gewünschte Zielkonzentration herstellen kann.

Abbildung1: Das Mischungskreuz (auch Andreaskreuz genannt) ist eine mathematische Methode, um Konzentrationen und Mengenverhältnisse zu errechnen, die sich beim Mischen gelöster Stoffe mit unterschiedlichen Ausgangskonzentrationen ergeben.
Beispiel: 300g einer 40%igen Lösung sollen mit Wasser so verdünnt werden, dass eine 20%ige Lösung entsteht. Ergebnis: 300 g Wasser (H2O) müssen zugesetzt werden.

Die Berechnungen über das Mischungskreuz funktionieren grundsätzlich nur mit Stoffmengen oder Massen. Wenn man dennoch mit Volumina rechnen möchte, müssen die Volumina durch die Dichte in eine Masse umgerechnet werden.
Ist die Menge der gewünschten Mischung vorgegeben, so muss man in einem zweiten Rechenschritt aus den vorher errechneten Mischungsanteilen auf die jeweiligen Mengen umrechnen.

