Um das Überleben der seltenen Elchgeweihkorallen (Acropora palmata) in den Gewässern Floridas zu sichern, müssen sie an flachen Meeresstandorten mit starken Strömungen platziert werden. Dies haben Wissenschaftler des University of Miami NOAA Cooperative Institute for Marine and Atmospheric Studies und der University of Miami Rosenstiel School of Marine, Atmospheric, and Earth Science in einem am 11. November 2024 in Communications Earth & Environment veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Reef site and habitat affect effectiveness of Acropora palmata restoration and its microbiome in the Florida Keys“ beschrieben.
Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Hinweise für Korallenrestaurationsbemühungen, da Elchgeweihkorallenkolonien in ganz Florida und der Karibik eine wichtige riffbildende Art sind. Aufgrund ihrer komplexen, zweigartigen Form spielen sie eine entscheidende Rolle bei der strukturellen Unterstützung von Riffen und bieten Lebensraum für viele Riffarten.
Ein wichtiges Ergebnis der Studie zeigt, dass bei der Ansiedlung von Elchgeweihkorallenkolonien flachere Tiefen mit schnelleren Strömungen in nährstoffarmen Umgebungen bevorzugt werden sollten, um eine gesündere mikrobielle Gemeinschaft zu fördern. Weitere wichtige Ergebnisse sind:
>> Feinskalige Unterschiede in den Umweltbedingungen zwischen Riffhabitaten korrelieren mit Unterschieden in der Überlebensrate. Insbesondere Faktoren wie Strömungsgeschwindigkeit und geringere Rifftiefe sind mit einer höheren Elchgeweih-Überlebensrate verbunden.
>> Bestimmte Bakterien korrelieren mit der Überlebensrate von Korallen.
>> Erhöhte Nitrat-, Nitrit- und Temperaturwerte, insbesondere während der Sommermonate, wirken sich auf mikrobieller Ebene negativ auf Elchgeweih aus, indem sie möglicherweise zum Rückgang der Kernbakterien und einer Zunahme potenzieller Korallenpathogene beitragen.
Mehr Informationen: Stephanie M. Rosales et al, Reef site and habitat influence effectiveness of Acropora palmata restoration and its microbiome in the Florida Keys, Communications Earth & Environment (2024). DOI: 10.1038/s43247-024-01816-7

